Filmtipp: Birdman (2014)

cropped-plan-e-banner.jpgsagt „Magischer Realismus von seiner einzig wahren Seite. Die Kameraführung ist ein Labyrinth surrealistischer Momente und Emmanuel Lubezki ein perfektionistischer Meister der Cinematographie.“

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8 Gedanken zu “Filmtipp: Birdman (2014)

  1. Hallo Eni, ich war erst gestern Abend im Film und sehr begeistert von ihm.

    — Spoiler-Alert!!!! —

    Ganz leichte Kost war er nicht – zur belustigenden Unterhaltung kann ich ihn nicht zählen. Da steckt so viel drin und der Film redet nahezu pauslos auf uns ein. Aber mit so viel Witz und Herz. Ja, die Kamera ist der Wahnsinn. Die Starbesetzung und geniale Schauspielerei ist unglaublich. Der Film hat mich schwer an Wes Anderson erinnert, wenn auch das Ganze nicht ganz so skurril ist.

    Und, was denkst Du, ist Riggan Thompson schizophren oder kann er wirklich fliegen?

  2. —-Spoiler Alert!!!—-
    Als leichte Kost kann man ihn wirklich nicht bezeichnen. Die Kameraführung führt ja eher zu einer Unruhe und dem Gefühl, dass man immer weiter muss, selbst wenn man sich evtl. mal einen Moment ausruhen möchte. Die Schauspieler sind wirklich alle grandios. Besonders die beiden Herren Keaton und Norton.

    Ich hab mich ein bisschen gezwungen, mir die Frage kurz nach dem Film gar nicht zu stellen. Da hört man sonst die berühmten 2 Stimmen in seinem Kopf, die eine, die letzteres will, und die andere, die dir versucht einzureden, dass es nicht möglich ist. Ich glaube auf jeden Fall nicht, dass er tot ist. Vielleicht haben ihn die Vögel mitgenommen und tragen ihn durch die Lüfte 😀 Ich denke jedenfall, er hat seine „Schizophrenie“ während des Films so gut in die Realität integriert, dass er es auch am Ende schafft, beides zu vereinbaren. Aber vielleicht hast du auch eine bessere Theorie? 🙂

  3. —Spoiler Alert!!!—
    Ich hab bisher noch rein gar nichts über den Film gelesen. Ich hab mich sogar gezwungen, vorher nicht mal den Trailer zu sehen. Mir ist schon seit Monaten klar, dass das ein Filmhighlight des Jahres wird und ich wollte es vollkommen unvoreingenommen anschauen. Daher kann es sein, dass meine Theorie völlig idiotisch ist. Zugegeben, der Film war dann etwas anders als ich erwartet hatte. Ich hatte vor dem Anschauen die Erwartungshaltung aufgebaut, dass er ganz klar ein echter Superheld ist und sich alles genau darum dreht. Das war ja dann nicht so. Deshalb ist ja jetzt die große Gretchenfrage: hat er Superhelden-Fähigkeiten oder nicht. Für mich deutet alles im Film darauf hin, dass seine Fähigkeiten nur in seiner Fantasie existiert. Jedes Mal ist er beim Einsatz der Fähigkeiten alleine bzw. sobald Menschen direkt auf ihn treffen/reagieren, zeigt er keine Fähigkeiten. Z.B. bei der Verwüstung seines Zimmer macht er plötzlich alles von Hand, als sein Agent/Freund rein kommt. Oder ganz deutlich: die Taxi-Szene gegen Ende. Für mich ist es also 94% sicher, dass er keine Fähigkeiten hat. Die Stimme in seinem Kopf ist für mich ein weiterer Beweis für seine psychische Störung. Die große Frage ist daher nun: was sieht seine Tochter, als sie aus dem Fenster schaut. Sie schaut schockiert nach unten, dann nach oben, dann lächelt sie. Ganz ehrlich – ich hab keine Ahnung was das bedeutet. Aber es scheint unwahrscheinlich, dass er tot auf der Strasse liegt. Dass er herumfliegt, glaube ich auch nicht. Da bleibt nicht viel übrig, da er ja offensichtlich nicht am Fenstersims rechts oder links steht. Kurzum: ???. Ich hab mit der Logik alles eliminiert bis nichts mehr übrig ist, da hilft mir meine Logik nun nicht mehr weiter („damn it!“). Ich werde mir sicher noch Extras auf YouTube anschauen, vielleicht lässt sich das klären (ich bin so ein Kopfmensch, der gerne eine eindeutige Erklärung sucht). Wenn ich frei entscheiden könnte, was am Ende passiert ist: er ist irgendwie nach oben geklettert und sitzt dort und lächelt seiner Tochter zu; in seiner Fantasie ist Birdman abgestürzt und tot, er ist endlich frei und in der Realität angekommen.

    Der Film entwickelt eine weitere Wirkung und Bedeutung vielleicht bei mehrfachem Anschauen. Ich weiss aber nicht, ob ich das nochmals schaffe. So toll er auch war, ist er aktuell nicht auf meiner Kaufliste. Mal schauen, vielleicht wurmen mich die vielen Fragen, dass ich mir dann doch die Blue-ray kaufe zum nochmals anschauen und mit vielen aufklärenden Extras. Andererseits, anstatt zu überanalysieren, sollte ich vielleicht einfach das Gefühl geniesen, das der Film beim ersten Anschauen ausgelöst hat, oder?

    Übrigens, hast Du „Her“ gesehen? Ich hab darüber einen Artikel geschrieben. Mich würde Deine Meinung interessieren. Der Film bedeutet mir unheimlich viel.

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