Brief an die Deutsche Bahn #97: Eine Epiphanie

imageLiebe Bahn(-App),

endlich! Ich glaube, mit Dir habe ich nun endlich den richtigen Ansprechpartner gefunden. Wie lange habe ich gesucht. Doch immerzu bei den Falschen. Vor Jahren hätte ich schon drauf kommen und statt kraushaarigen Wissenschaftlern einfach Dich fragen können.

Seit den 80ern suche nicht nur ich danach, das ist Dir hoffentlich klar? Seit Michael J. Fox mit dem DeLorean eine der beiden Fichten umgenietet hat, wollen wirs alle mal ausprobieren. Und heute morgen dann die Epiphanie – wie Doc Brown als er diese verdammte Uhr auf dem Klo aufhängen wollte. Heute morgen, als mein Zug erst ausfallen, dann pünktlich kommen, anschließend 10 Minuten, dann 16 Minuten, dann wieder 10 Minuten zu spät sein sollte. Und obwohl wir später ein oder zwei Stationen (wer zählt schon) länger am Gleis standen als gewöhnlich, waren wir nur 7 Minuten zu spät am Zielort. Und die Tage, an denen Du laut App eigentlich 5 Minuten später angetuckert kommst und man extra etwas später am Gleis eintrudelt, aber Du bist längst fort? Genial!

Und natürlich rechtfertigen sich auch so besser Deine Preise. Glasklar! Du erfüllst tausenden Bahnkunden täglich ihren Traum vom Zeitreisen, ohne das sie’s merken. Denn Du hast ihn. Du hattest ihn schon immer, nutzt ihn volle Kanne aus und hälst ihn in allen Ehren: Den Fluxkompensator!

Mit zeitreisenden Grüßen
image

 

>>Weitere Briefe aus dem Elfenbeinturm

Advertisements

Brief an die Deutsche Bahn, No. 98: Eine Vermisstenmeldung

wpid-img_20141028_081546.jpgLiebe Bahn,

dies ist kein gewöhnlicher Brief, in dem ich Dir mal so locker was daherkritzele. Dies ist eine offizielle Vermisstenmeldung! Gesucht werden…

…eliche Bahnbegleiter im Regionalverkehr, männlich oder weiblich, zwischen 25 und 50, etwa 1,65  bis 1,85cm, mit viel bis gar kein Haar. Sie tragen irgendwelche Klamotten und ein schwarzes Kartenlesegerät.

Es ist zu vermuten, dass diese seit dem nationalen Bahnstreik vor wenigen Wochen auf den süßen Geschmack der Freizeit gekommen sind. Wo früher noch reger Andrang und geschäftiges Gedrängel um den akkuraten Ticketbesitz herrschte – an den besten Tagen sogar mit drei Ticketkontrollen pro Stunde – sehnen sich heute Kunden nach menschlicher Nähe.

Falls die Vermissten dies lesen: Ich pendle im üblichen Zug – erster Wagen – und halte mein Ticket bereit. Ich würd euch so gern mehr Geld zahlen, aber mehr als meine Gehalt fressende Monatskarte ist einfach nicht drin.

Signatur

Das war ein >>Brief aus dem Elfenbeinturm

Frankfurter Buchmesse 2014: Eine Checkliste

Saint Young Men Dinge, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie an den Messetagen (laut) sage:
„Mein ICE hatte nur ein paar Minuten Verspätung.“
„Ich find die Luft in Halle 3 eigentlich ganz angenehm.“
„Mhm, gar nicht übel diese Frankfurter Würstchen.“ …mit ’nem trockenen Brötchen als Wingman für lächerliche 3,80€.
„Ohje, hab leider meine letzte Visitenkarte gerade rausgegeben. Soll ich Dir meine Nummer villeicht einfach aufm Arm notieren?“
„Wusstest Du, dass Jesus mit Buddha in Tokio inner WG lebt? Ich krieg echt gar nix mehr mit!“
Siehe Manga-Fundstück >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

Hotel_BuchmesseDinge, von denen ich nicht geahnt habe, sie in meinem Hotelzimmer zu finden:
eine extrem rosefarbene Wand
Asiatische Schriftzeichen zusätzlich oder manchmal auch als kompletter Ersatz für alle deutschen Beschriftungen (Der Notausgang ist jetzt wo genau?)
ein selbstgedruckter Flyer mit Bildern von Michael Jackson und Jesus und der Aufschrift „Hölle“, in dem mir bekehrte Christen-Teenies erklären, dass ich in den Höllenschlund falle, weil ich A) Musik von Michael Jackson und B) John Lennon höre UND C) als Kind Pokemon gespielt habe. Na toll! Aber die pentrante rosa Wand is ok?

Promis, denen ich erfolgreich aus dem Weg gegangen bin, um Messegangverstopfungen und klaustrophobischen Atembeschwerden ähnlich des Arnold Schwarzenegger-Debakels von 2012 zu vermeiden:
Pandaboy Cro
Altkanzler Helmut Kohl

Autoren/Promis, die ich zwischen meinen Terminen mit der Bemerkungen „Hey, ist das nicht …“ gesichtet habe:
LutzSeiler Literaturrocker Ken Follett (Alles, was du schreibst ist gut, Ken, aber nix wird je so gut sein wie „Die Nadel“.)
„Kruso“-Autor und Gewinner des Deutschen Buchpreises Lutz Seiler (Belauschtes Gespräch überqualifizierter Fotografen beim Anblick des diesjährigen Buchpreisträgers: „Brauchen wa von dem ’n Foto?“ – „Nee, von dem brauchen wa kein Bild. Den kennt eh keiner.“ Vermutete Auftraggeber: Bild oder Bravo.)
Bergkraxler Reinhold Messner (Beim Stöbern etwaiger Kochbücher gesichtet. Wann soll ich zum Essen kommen, Herr Messner?)
Schlagerboje Costa Cordalis (Ich fand ihn irgendwo, allein in Mexi …ähm in Halle 3.1, bei der spärlich besuchten Autogrammstunde zu seiner Autobiografie „Der Himmel muss warten“. Irgendwie traurig!)

Einige Blogger, die ich endlich oder noch einmal persönlich Treffen konnte:
DIY-Fee Kate von minifilz.blogspot.de @Kate: Siehste, haben uns trotz beträchtlicher Größenunterschiede doch gefunden!
Buchblubberkönigin Anka von ankas-geblubber.blogspot.de @Anka: Hab Costa Cordalis noch gefunden und weiß jetzt, weshalb er so schwer zu entdecken war. Grund: Plastische Realitätsverzerrung!
Überzeugte Blumenschuhträgerin Dagmar von blog.geschichtenagentin.de @Dagmar: Für Leipzig brauch ich neue Schuhe! 😀

Bis nächstes Jahr, Frankfurt!

Is‘ schon wieder Buchmesse?

Impression von der Frankfurter Buchmesse // Peter Hirth

Impression von der Frankfurter Buchmesse // Peter Hirth

Am 8.Oktober knubbelt sich die Buchbranche wieder auf einem Haufen und auch ich stürze mich erneut ins Chaos Vergnügen. Selbst, wenn ich vermutlich nicht so viel Zeit zum Flanieren habe wie letztes Jahr. >>Falls es irgendwen kratzt, hier noch mal mein überaus heiterer Beitrag von der Buchmesse 2013

Wer von euch lümmelt sich dieses jahr auf der Frankfurter Buchmesse?
(Und wen juckt das Ganze nicht die Bohn? 😉 )

Aktion #1Buch3Worte
Wer Lust auf den kompletten Buchwahn in der kommenden Woche hat, dem gefällt vielleicht die Aktion #1Buch3Worte. Die kann man nicht nur auf der Messe mitmachen, sondern auch als Daheimgebliebener >>Hier bei Facebook gibt’s mehr Infos darüber

 

Herr Ober, da ist ein Herz in meinem Kaffee!

Für alle, die bei dem Beitragstitel jetzt anatomischer denken: Keine Bange, es ist bloß ein Herz im Kaffeeschaum! Ein Start in den Morgen, wie man ihn sich wünscht und ein guter Grund manchmal das Home Office ins Café Office umzuwandeln.
P.S.: Wer die Tassenform erkennt: Ja, ich bin ein Starbucks-Opfer! 🙂

Kaffeeherz