„Jeder kann Zeichnen lernen“: Christian Stahmer im Interview

Ganz einfach ...Zeichnen © TOPP

In seinen Tutorials und Videos auf perfektzeichnen.de lehrt Autodidakt Christian Stahmer das Zeichnen. Im August 2014 erscheint sein erstes Buch „Ganz einfach … zeichnen“, mit dem er nun endgültig unter Beweis stellt, dass wirklich jeder – ganz einfach eben – das Zeichnen erlernen kann. Für TOPP-Kreativ konnte ich mal wieder meinen Kugelschreiber zücken und mit einem Autoreninterview Fragen zu Grundlagen, Motivation und mehr nachgehen. Wer schon immer mal der Leidenschaft Zeichnen frönen wollte, dem geben Stahmers Lektionen den Schubs in die richtige Richtung. Aber auch für versierte Bleistiftführer sind seine Youtube-Video sehenswert. Interessierte Zeichenwütige gelangen hier zum Interview auf topp-kreativ.de …

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6 Gedanken zu “„Jeder kann Zeichnen lernen“: Christian Stahmer im Interview

  1. Danke für den super Hinweis. Ich werd mir mal die Videos anschauen. Dein Interview hab ich gelesen. Hat mir gut gefallen, jedoch schade, dass es so kurz ist 😦 . Ich hätte gerne noch mehr von Christian gelesen.

    Zeichnest Du selbst?

    Ich hab als Kind gerne gezeichnet und war gar nicht so schlecht, wobei meine Hauptmotivation war, besser zeichnen zu können als mein älterer Bruder. Da er sehr gut war, hab ich mir viel Mühe gegeben, war aber zu verbissen und hab dann den Spaß daran verloren. In den letzten Jahren habe ich den Bleistift kaum noch aufgegriffen. Irgendwie fehlt mir die Geduld – zeichnen braucht Zeit (und Zeichnen Lernen noch mehr). Ich fang an und verlier dann schnell die Lust. Ich bin auch sehr perfektionistisch und frustriere mich daran, dass meine Bilder nicht gut genug aussehen. Andererseits, ironischer Weise, liebäugle ich immer wieder damit, richtig mit dem Zeichnen anzufangen. Der Gedanke, dass ich mich ganz im Zeichnen verlieren kann und am Ende ein tolles Bild habe, reizt mich. Auch denke ich, dass man mit dem richtigen Wissen (und den Grundlagen) viel viel bessere Ergebnisse erzielt. Vielleicht schaffts ja Christian mich über die Anfangshürde zu heben.

    Falls Du zeichnest, wie gehts Dir mit der Gedulds-Sache beim Zeichnen? Was ist Deine Zeichnen-Lebensgeschichte?

    Ich liebe die Bilder von Andrew Wyeth. Kennst Du ihn? Ich hab zwei Bildbände von ihm. Ich musste überrascht feststellen, dass mehrere Generationen von Wyeth zeichneten, alle mit einem ähnlichen realistischen Stil. Vater N. C. Wyeth, Andrew selbst, und sein Sohn James. Andrew’s Bilder gefallen mir am besten. Meine Lieblingsbilder sind „Christina’s World“ – http://en.wikipedia.org/wiki/Christina%27s_World – und „Weather side“ – http://www.andrewwyeth.org/Weatherside.jsp. In meinen Büchern sehen die Bilder viel besser aus als Online.

    Hast Du einen Lieblingskünstler und -bild?

    • Ja, ich zeichne auch selbst hin und wieder. In der Schulzeit habe ich allerdings um einiges mehr gezeichnet. Überwiegend aber Tusche und Pastellkreiden benutzt. Heute komme ich viel zu selten dazu, aber manchmal packt es mich und ich krame alles hervor 🙂 Natürlich verlernt man einfach viele Kniffe, wenn man nicht übt. Es dauert schon bis ich wieder richtig reinfinde. Und Zeit ist natürlich auch immer ein Faktor 🙂 Wenn ich mal Zeit habe, dann schreibe ich meistens lieber (auch ein Hobby) und mache nur einige Skizzen für die Plot-Konzeption. Aber allemöglichen Stifte und Kreiden zur Hand zu haben ….das muss schon sein

      Wir hatten früher immer alles an Mal- und Zeichenutensilien zuhause, da mein Vater auch immer viel experimentiert hat. Überwiegend mit surrealistischen Motive, oft Aquarelldrucke mit Tuschekonturen. Daher sind Dali und Chagall auch immer noch meine Lieblinge. Unter den Illustratoren fand ich Quentin Blake immer toll.

      Andrew Wyeth kenne ich auch. Seine bilder haben immer eine unglaubliche Tiefe, obwohl sie so einfache Motive zeigen. Oder vermutlich gerade deswegen. Manchmal erinnern sie mich ein wenig an Edward Hopper, nur farblich zurückhaltender. Solche realistischen Bilder wirken einfach ganz anders, wenn man live vor ihnen steht und die volle Farbpracht sieht. Traumhaft.

      Lieblingsbilder habe ich nicht direkt. Ich liebe z.B. die “Alice”-Motive von Dali. Oder dieses hier von Van Gogh (hängt auch über meinem Bett ;-)): http://www.empireposter.de/bilder/bilder_l/543912.jpg

  2. Ich komme erst jetzt zum Antwort…

    Edward Hopper kenn und liebe ich auch, ich hab bisher nur nicht seinen Namen gekannt. Stimmt, da gibts eine gewissen Ähnlichkeit mit Andrew Wyeth.

    Mit Dali habe ich ein Kindheitstrauma. Meine Eltern hatten ein Lexikon, auf welchem ein schreckliches Bild von Dali auf dem Umschlag ist – verschlungene Ärme, Knochen und Köpfe. Ich fand das schrecklich und hab immer einen großen Bogen darum gemacht. 🙂

    Kennst Du Gary Larson? Geniale Ein-Bild-Comics. Leider verbietet er seine Bilder im Internet, sonst würde ich einen Beitrag über ihn schreiben. Ein paar findest Du trotzdem mit Google, falls Du ihn nicht kennst. Seine Bildbände lohnen sich, sie sorgen garantiert für Lachkrämpfe.

    • Dali kann einem definitiv schon mal den ein oder anderen Alptraum machen 😀 ich bin auch froh, dass ich ihn als Kind nicht wirklich wahr genommen hab. Vermutlich hätte das meine Liebe zum Surrealismus am Ende noch eingeschränkt

      Von Gary Larson kenne ich auch ein paar Comics. Das ’n guter Tipp. Außer den üblichen Verdächtigen wie Loriot oder Calvin & Hobbes weit mein Bücherregal einen Megamangel an guten Comic-Bücher auf 🙂 *ShameOnMe*

      • Hey Eni, ich hab mir kürzlich auf meinem Tablet (Samsung Galaxy Notes, mit STIFT!) das Zeichen-App „ArtFlow“ runtergeladen. Ich bin total begeistert davon. Wegen meinen zwei kleinen Nichten habe ich schon viele Malprogramme für Kinder ausprobiert, die meisten eben nur für Kinder geeignet. Aber ArtFlow ist professionell. Der Funktionsumfang und die Bedienung ist Wahnsinn. Und zusammen mit dem Stift malt es sich echt wie auf Papier, nur dass es noch einfacher ist mit den zusätzlichen Werkzeugen und den Effekten. Es macht unheimlich viel Spaß damit rumzuspielen. Es freut mich um so mehr, da ich auf diesem Weg vielleicht wieder einen Zugang zum Zeichnen finde. Ich denke mir, Du malst sicher lieber in echt. Bei mir ist es eher umgekehrt. Elektronisch fällt mir leichter als mit Block und Bleistift. Da kann ich auch einfach rumblödeln ohne dass mir das Papier zu schade ist.

      • Cool! Danke für den Tipp! Ich zeichne zwar immer noch lieber auf Papier, aber ich probier auch immer gern neue Tools aus. Man muss ja flexibel bleiben 🙂 An Ende landen die Zeichnungen zur Weiterverarbeitung ja ohnehin bei Photoshop und Indesign 🙂

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